Neudrossenfeld
Rathaus: Adam-Seiler-Straße 1, 95512 Neudrossenfeld
Tel.: 09203 / 993-0 Fax: 09203 / 993-19
Einer der schönsten Terrassengärten Europas
Neudrossenfeld mit seinem einzigartigen, fast toskanischem Flair liegt inmitten des landschaftlich sehr reizvollen Rotmaintals. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Ortskern mit der schönen Barockkirche (erbaut Carl Phillip von Gontard), das sanierte Schloss mit seinen einmalig schönen Terrassengarten- einer Rarität unter den Gartendenkmälern in Deutschland. Der herrliche Blick von der Linden-Terrasse mit Biergarten schweift in die anmutige Weite der Rotmainaue und lädt zum Verweilen ein. Zahlreiche Wander- und Radwege führen in der ursprünglichen Natur entlang des Roten Mains zu kleinen lieblichen Dörfern weit weg von Alltagsstress und Hektik , z.B. auch zu den gemeindeältesten und preisgekrönten Dorf Langenstadt mit Tanzlinde inmitten toskanischer Sandsteinsäulen, Wehrkirche und Kräuterlehrgarten.
Neudrossenfeld freut sich jetzt schon auf Ihren Besuch. Seien Sie willkommen. Die Gemeinde Neudrossenfeld liegt im Landschaftsraum des obermainischen Hügellandes, etwa in der Mitte zwischen den Städten Kulmbach und Bayreuth. Aus der ursprünglich landwirtschaftlich strukturierten Gemeinde hat sich in den letzten 10 Jahren eine moderne Wohngemeinde mit aufstrebender gewerblicher Infrastruktur entwickelt.
Sehenswürdigkeiten:
Dreifaltigkeitskirche (größte und mächtigste Markgrafenkirche), Pfarrhaus (Erbauer Carl Philipp Christian von Gontard), Schloss mit Terrassengarten (restauriert).
Die Gemeinde Neudrossenfeld hat in den letzten 10 Jahren stetig an Einwohnern zugenommen, da sie sich zu einem beliebten Wohnungsstandort entwickelt hat. Nicht zuletzt durch die umfangreichen Städtebauförderungsmaßnahmen im Ortskern von Neudrossenfeld (saniertes Schloss, neu gestaltete Wege und Plätze, Altbausanierung, Ansiedlung von Dienstleistungsbetrieben) hat die Attraktivität der Gemeinde zugenommen. Dabei hat die Gemeindevertretung in den letzen Jahren immer mehr Augenmerk auf landschaftsgerechtes Bauen und schonenden Umgang mit Energie und Wasser gelegt. Für die besonderen Leistungen und Aktivitäten auf dem Gebiet des Umwelt- und Landschaftsschutzes wurde die Gemeinde 1996 mit dem Umweltschutzpreis ausgezeichnet. Im Leitfaden für eine nachhaltige Kommunalentwicklung des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen ist Neudrossenfeld als Beispielgemeinde für innovative Handlungskonzepte im Bereich Niederschlagswasser aufgeführt.
- Speziell in Langenstadt sollen Maßnahmen für die Sicherung von Habitaten für Fledermaus, Eisvogel, Wasseramseln und Eulenvögeln durchgeführt werden.
- Anlage eines Kirchgartens um die Pfarrkirche.
- Umgestaltung von straßenbildbestimmenden Zäunen, Mauern und Gebäuden.
Tanzlinde
im Ortsteil Langenstadt mit acht toskanischen Sandsteinsäulen. An einer Säule ist UO 1784 zu lesen.
Markgrafenkirche
Die erste Kirchenanlage (1485), war Sankt Jacob dem Älteren geweiht (Schutzheiliger der Pilger und Reisenden). Die heutige Dreifaltigkeitskirche stammt aus dem Jahr 1753 und gilt als die größte und prächtigste Markgrafenkirche. Der spätgotische Flügelaltar aus der Vorgängerkirche ist erhalten, in dem man die Kanzel nachträglich eingesetzt hat (Kanzelaltar).
Das Pfarrhaus ist ein Gontardbau, Erweiterungsbau des Schlosses und Pfarrhaus, Planung und Ausführung Carl Philipp Christian von Gontard, kurz vor seiner Berufung nach Potsdam.
Pfarrkirche im Ortsteil Langenstadt (Wehrkirche). Langenstadt ist bekannt durch den Langenstädter Frieden, wo 1260 der meranische Erbfolgestreit seinen Abschluß fand.
Schloß und Rittergut erstmals erwähnt 1285, umgebaut 1755 vom markgräflichen Minister Reichsgraf Philipp von Ellrodt, in der Regierungszeit von Markgraf Friedrich. Besonders erwähnenswert ist der Terrassengarten.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes fällt in die Zeit nach dem meranischen Erbfolgestreit, der am 14.12.1260 durch den Frieden von Langenstadt seinen Abschluss fand. Die frühesten Herren unseres Landes, die eine Besiedlung planmäßig betrieben, waren die Schweinfurter Grafen, denen das Geschlecht der Andechs-Meranier bis 1428 nachfolgte.
Im Frieden von Langenstadt ging die Herrschaft an die Grafen von Orlamünde über. Dem letzten Grafen, Otto VII. von Orlamünde, folgte 1338 der Burggraf Johann von Nürnberg aus dem Geschlecht der Hohenzollern.
Über 100 Jahre waren die Markgrafen Besitzer des Rittergutes Drossenfeld. Am 08. Juni 1689 verkaufte Christian Ernst den Besitz an den Geheimen Hof- und Justizrat sowie Lehenprobst Johann Wolfgang Franke. Nach dessen Tod 1707 erbten seine Geschwister und deren Kinder den Besitz. Unter diesen waren auch die Mutter der späteren Reichsgrafen Ellrodt.
Der mittlere Sohn, Reichsgraf Philipp Andreas von Ellrodt, kaufte ab 1740 die Anteile der übrigen Erbberechtigten auf und wurde 1752 alleiniger Besitzer des Rittergutes Drossenfeld. Die Besitzergreifung durch die Ellrodts wurde für Drossenfeld und Umgebung von entscheidender Bedeutung. Von dieser Zeit an waren sie bestrebt, das Schloss und das Dorf zu einem standesgemäßen Herrensitz auszubauen.
Unter Markgraf Friedrich und der Markgräfin Wilhelmine herrschte eine baulustige Zeit. Die besten Baumeister und Künstler wurden nach Bayreuth berufen. Diese standen auch Philipp Ellrodt, der zum ersten Minister aufgestiegen war, zur Verfügung. Die alte baufällige Jakobuskirche wurde abgebrochen und 1753 bis 1757 die schöne Markgrafenkirche erbaut. An den Mittelbau des Schlosses wurden zwei Flügel angefügt.
Der Hanggarten wurde zu einem einmalig schönen Terrassengarten umgestaltet. Das Schloss sollte zum Wohnsitz des jungen Paares eingerichtet werden. Der Architekt Carl v. Gontard übernahm Planung und Ausführung. Der Terrassengarten mit Balustern, Barockfiguren und Springbrunnen wurde schon damals mit den berühmtesten Gärten verglichen.
In der Kirche bekamen die Ellrodts die mittlere Adeligenloge, es wurde ihr Herrensitz. An der Decke dort erstrahlt ihr Wappen. Ellrodt ließ ebenfalls vom Architekten Gontard das neue Pfarrhaus errichten.
Und doch reicht auch ihr Ursprung ins dunkle Mittelalter zurück, als auf der Höhe über der Mainaue ein festes Haus stand. Seine Fundamentmauern birgt der Boden unter der Lindenterrasse. Diese selbst ist das Kellergeschoss eines abgetragenen mittelalterlichen Hauses. Auch der Kern des mit großen Sandsteinquadern verkleideten westlichen Geschossflügels ist vermutlich ein mittelalterliches Gebäude
Ab 1752 setzte unter dem markgräflichen Minister Philipp Andreas von Ellrodt, den erst 3 Jahre vorher der Markgraf in den Adelsstand erhoben hatte, eine emsige Bautätigkeit ein
Nach 1752 wurden die vorhandenen Gebäudeteile zu einer Dreiflügelanlage ergänzt. Diese Umbaupläne sollen von dem Architekten Carl von Gontard stammen
Die Buchshecke und der Kornellkirschen- Laubengang zählen mit ihren 160 Jahren zu den ältesten erhaltenen Gartendenkmalraritäten in Deutschland.
Die Schlossanlage am Südrand des Marktes ist weithin über dem Tal des Roten Maines sichtbar. Der Mittelbau des Gebäudes wurde 1285 erstmals genannt. Seine heutige Gestalt erhielt er im 16 Jahrhundert während die Seitenflügel die strengen Formen des Klassizismus aufweisen. Sie wurden ab 1763 unter Reichsgraf Philip von Ellrodt nach Entwürfen des Bayreuther Architekten Karl Philipp von Gontard erbaut. Im Schloss sind noch Räume mit stuckierten Blumenranken, Rocailleformen und Gitterwerk zu sehen.
Nach Plänen Gontards wurden wohl auch der, südlich des Schlosses an einem Steilhang zum Roten Main gelegene, Terrassengarten angelegt. Einmalig an dieser Gartenanlage ist die Gegenüberstellung von freier Natur und gestaltetem Rokokogarten. Vom Skulpturenschmuck haben sich nur Rocaillevasen und Komödiantenfiguren erhalten.
Im Neudrossenfelder Schloss ist heute ein Restaurant angesiedelt.
Stand: Jan. 2012



