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Das Forchheimer Annafest

Samstag, 26.07. bis Montag, 04.08. 2008

Das Annafest - ein fränkisches Volksfest der besonderen Art in Forchheim. Keine Bierzelte, keine Hallen. Alles spielt sich in den schattigen Eichenwäldern des Kellerwalds ab;  eine einzigartige Atmosphäre: Biertische inmitten eines schattigen Buchenwaldes . Im Vergleich zu anderen Festen wie in Erlangen oder Nürnberg ist auch das Gedrängel nicht so groß, weil der Kellerwald 30.000 Sitzplätze bietet.

Etwa eine halbe Million Besucher freuen sich an zehn Tagen über die zahlreichen Jahrmarkt-Attraktionen, das breite Musikspektrum und natürlich das Bier, das hauptsächlich von den einheimischen Brauereien kommt.

Das Landratsamt Forchheim hat wieder einen Sonderfahrplan für die Zeit des Annafestes aufgelegt. Er kann kostenlos an den Infostellen der Landratsämter in Forchheim (Am Streckerplatz) und in Ebermannstadt (Oberes Tor) abgeholt werden. Oder als Download-PDF gleich hier: 

  • Annafest-Fahrplan des Landkreises Forchheim
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    Weitere Informationen zum Annafest:

    Geschichte des Annafestes

    Das Annafest in Forchheim hat mehrere Wurzeln, die zum Teil weit in die belebte Vergangenheit Forchheims zurückreichen. Fehlte nur eine dieser Voraussetzungen, wäre das Fest nicht denkbar.

    Da war zum einen, die auf Jahrhunderte alter Tradition fußende Verehrung der Hl. Anna, der Mutter Marias und die Wallfahrt der frommen Forchheimer ins Annakirchlein nach Unterweilersbach. Hier war der Heiligen 1516 eine Kapelle geweiht worden.

    Am 26. Juli, dem Namenstag der Hl. Anna, wallfahrte man dorthin, um sie zu ehren. Am Nachmittag, auf dem Rückweg, machten die Pilger Rast im schattigen Kellerwald, eben in dem heutigen Festgelände, um sich zu stärken. Die Angehörigen zogen ihnen bis zum Wald entgegen und brachten Essen und Trinken mit, wobei auch kühles Bier aus den Kellergewölben gereicht wurde. In diesen weit verzweigten Gewölben lagerten nämlich die Forchheimer Bierbrauer ihr Bier, das bei einer konstanten Temperatur von 6 bis 10 Grad sommers wie winters heranreifte. Heute dienen diese Felsenkeller nicht mehr der Reifung, sondern nur noch der Lagerung der Bierfässer, aus denen insbesondere zur Annafestzeit das köstliche Nass gezapft wird.


    Das dritte und letzte Kriterium ist zum anderen die königlich privilegierte Schützengesellschaft, der älteste Verein der Stadt, dessen Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen.

    Im Jahre 1840 verlegte diese Schützengesellschaft ihre Schießstätte von den Regnitzauen westlich von Forchheim in den Bereich des Kellerwaldes, östlich von Forchheim. Und als dann noch das Hauptschießen der Schützen alljährlich am 26. Juli, also dem Ehrentag der Hl. Anna, abgehalten wurde, entwickelte sich daraus das Volksfest, das wir heute als Annafest bezeichnen.

    So wurde schon 1845 vom damaligen Bürgermeister Balthasar Schönfelder ein Fußweg vom Bahnhof zum Annafest für die Besucher angelegt. Selbst Sonderzüge der Bahn gab es schon Mitte des vorigen Jahrhunderts, eher als die erste Losbude im Jahre 1865 auftauchte.

    Alljährlich um den Annatag entwickelt sich ein buntes Treiben im Kellerwald unter Eichen- und Buchenbäumen, das Tausende von Besuchern anlockt und das einmalig in seiner Art in Franken ist: Unzählige Fahrgeschäfte, vom Riesenrad und Kinderkarussell bis hin zu den modernen Jugendlichen-Attraktionen, wie Santa Maria, Break-Dance und Wildwasserbahn; für jeden Geschmack wird etwas geboten. Es bietet sich dem Auge Unterhaltung genug, für das Ohr mancher Schmaus bei den schmissigen Weisen, die Kapellen von den Podien der verschiedenen Keller herunterspielen und die Nase kommt bei all den Herings-, Bratwurst-, Schaschlik- und "Fritenständen" auch auf ihre Rechnung. Selbst ein Platzregen, der oft genug in den letzten Jahren die Annafestbesucher überraschte, kann der Festesfreude nichts anhaben: dann flüchtet man eben in eine der vielen überdachten Kellerwirtschaften und wartet, bis der Guss vorüber ist.

    Zur Eröffnung des Annafestes auf dem Forchheimer Rathausplatz (Samstag, 15 Uhr) füllen sich die Straßen mit ungezählten fröhlichen Besuchern und wenn sich dann der Festzug zum Kellerwald formiert, das Festbier angestochen ist, dann gedenkt wohl niemand mehr der frommen Pilger, die einst über den Kellerwald nach Weilersbach zogen, um die hl. Anna zu verehren.

    Stand: Juli 2008

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
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