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Franken feiern Feste!Brauchtum im fränkischen JahreskreisKirchweih ist 280 Mal im Jahr überall. Darüber hinaus gibt es:Advents- und Weihnachtssingen, Krippenstraßen, Karfreitagsratschen (Holzklappern statt Glocken), Osterbrunnenschmücken, Prozessionen, Wallfahrten, Flurumgänge, Sonnenwend-, Johannisfeuer, und die diversen Fest, darunter das Walberlafest, das Annafest und das Hallerndorfer Kreuzbergfest. Das "Fosalecken"Den schönsten Frühlingsbrauch unseres Gebietes führt heute noch der Effeltricher Burschenverein "Zufriedenheit" am Faschingssonntag vor. "Die Effeltricher Fosalecken" werden ab 11 Uhr als Strohbären (Winter) "verkleidet". Von 13.30 - 14.30 Uhr treiben sie ihr Unwesen im Dorf und erschrecken die Leute. Etwa ein Dutzend oder mehr "Trachtler" treiben deshalb ein paar in Stroh eingebundene, plumpe Gestalten, Strohbären, vor sich her. Nach ihrem Auftritt fahren sie mit Bussen nach Baiersdorf, wo gegen 14.30 Uhr an der Jahnhalle der Umzug durch die Hauptstraße, Judengasse und die Pfarrgasse zum Linsengraben beginnt. Der Musikverein Effeltrich spielt und die Fasalecken tanzen mit den Trachtenmadla um ein loderndes Feuer, in dem schließlich das Stroh der Bären verbrannt wird. Der Sinn dieses Brauches: Die Stroh-Bären stellen den Winter dar, der vom sieghaften Frühling "vertrieben" wird. Infotel: 09133/7792-0.Das "Betzenaustanzen"Dieser Brauch ist meist dem Kirchweihmontag vorbehalten, wenn die Bauern mehr unter sich sind. Im Rundtanz um den aufgestellten Kirchweihbaum (siehe Foto) Baum wird der Betz, das Schaf, ausgetanzt. Unter Musikklängen drehen sich die Paare um den Maibaum und ein geschmückter grüner Buschen wird dabei von Paar zu Paar weitergegeben.Am Stamme war früher eine alte Pistole befestigt, von der eine lange brennende Lunte herabhing. Wenn die Lunte abgebrannt war, krachte der Schuss. Heute ist die Pistole durch einen Wecker oder anderen Zeichengeber ersetzt. Wenn es kracht, wenn der Wecker läutet, so ist das Paar, das gerade den Strauß, den Buschen in der Hand hält, Gewinner des Betzen's. Der dann ebenfalls geschmückt unter dem Baum bereits auf seinen neuen Herrn wartet. Im Anschluss daran geht es ins Wirtshaus zum Tanzen und Trinken. Der MartinsrittDer Martinstag wird alljährlich am 11. November gefeiert. St. Martin, Stadtpatron von Forchheim, ist bei allen Kindern ein großes Fest und besonderer Anlass, den Heiligen mit einen bunten und frohen Lichterzug zu feiern und zu ehren.St. Martin reitet auf seinem Pferd begleitet von einer Kinderschar mit ihren bunten Laternen und Lampions durch die Forchheimer Hauptstraße Musikgruppen und Fackelträger umrahmen das Geschehen, Anwohner des Rathausplatzes schmücken die Häuser mit Lichterketten. Elmar Karg spielt die Rolle des Bettlers, und St. Martin, hoch zu Ross, spaltet mit einem Schwerthieb seinen dunkelroten Mantel und gibt die Hälfte teilnahmsvoll an den in seiner Not frierenden Bettler ab. St. Martin ist das Fest der Kinder und der Gänse (Martinsgans). In Forchheim gehört es zur Tradition, dass am Rathausplatz alle anwesenden Kinde mit einer "Martinsbreze" beschenkt werden. Der Patron der Forchheimer Pfarrkirche St. Martin wurde um das Jahr 316 in Ungarn als Sohn eines römischen Offiziers geboren. Er ließ sich mit 18 Jahren in Amiens taufen. Er trat in den Dienst eines römischen Reiterregiments in Gallien und erzielt dort auch die niederen Weihen. Martin beeindruckte seine Umgebung durch sein frommes Büßerleben und durch seine Bescheidenheit so, dass man ihn als Nachfolger des Bischofs von Tours wählte. Die Legende erzählt uns davon, dass er sich vor dem Volk bei den Gänsen versteckte, die ihn aber mit ihrem lauten Geschnatter trotzdem verrieten. Sein unbestechlicher Gerechtigkeitssinn und die Liebe zum Volk ließ ihn zum überragenden Gottesmann von ganz Gallien werden. Der heilige Martin wird häufig als römischer Krieger auf weißem Pferd dargestellt, weil sein Fest zu Winterbeginn liegt, mit rotem Mantel, manchmal auch als Bischof mit Schwert und einer Ganz zur Seite. Martin gilt als Patron der Bettler, Schneider, Soldaten und Waffenschmiede und vieler Gewerbetreibender. OsterbrunnenAb Gründonnerstag, Karfreitag oder spätestens am Ostersamstag werden hunderte Brunnen der Fränkischen Schweiz mit bunten Ostereiern geschmückt. Dieser alte Brauch aus dem 19. Jahrhundert ist christlichen Ursprungs: Wasser und Ei sind Sinnbild für das Leben und Christi Auferstehung. Der größte Osterbrunnen in Bieberbach bei Egloffstein hat über 11 000 bemalte Ostereier. Geschmückte Brunnen findet man in jedem Ort der Fränkischen Schweiz.Einige Touristinformation der Region bieten jedes Jahr um Ostern geführte Osterbrunnenfahrten an. Beachten Sie unsere komplette Liste aller Gemeinden mit Osterbrunnen. Fränkisches Brauchtum: Feste im Jahreslauf
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