Vorschläge für einen Kurzaufenthalt
Die "Fränkische Schweiz" ist geologisch gesehen, Teil der "Fränkischen Alb". Sie ist eine bezaubernde Mittelgebirgslandschaft mit engen mäandernden Tälern, "bewacht" von 35 Burgen und Ruinen, die hoch über den Tälern thronen. Der maximale Höhenunterschied zwischen Tal und Berghöhe beträgt zirka 200 Meter.
Als "Land der Burgen" wird die Fränkische Schweiz gerne bezeichnet und das aus gutem Grund: die Burgen sind heute noch bewohnt, einige Burgen und Schlösser öffentlich zugänglich. Nähere Infos auf unseren Burgen-Seiten, auf der Seite Sehenswürdigkeiten und auf der Museumsseite.
Bekannt ist die Fränkische Schweiz auch für ihre über 1000 Höhlen. Aus wichtigen Naturschutzgründen werden nur die drei bekannten Höhlen: die Sophienhöhle bei Kirchahorn, die Teufelshöhle bei Pottenstein und die Binghöhle in Streitberg von uns beworben. Viele andere Höhlen sind teilweise nur mit sachverständigem Führer zu befahren, durch andere Höhlen führen offizielle Wanderwege. Von Ostern bis Ende Oktober sind die drei Schauhöhlen täglich geöffnet. Im Winterhalbjahr gelten andere Öffnungszeiten. Fragen sie in den örtlichen Touristinformationen nach Sonderführungen, vor allem für Gruppen.
Einmal angenommen, sie reisen am 1. Tag nachmittags über Forchheim (A73) an. Für einen ersten Überblick über die Landschaft empfiehlt sich die Fahrt durchs Wiesenttal (B 470), mitten durch das Herz der Fränkischen Schweiz. Ab Behringersmühle könnte man durchs "Püttlachtal" nach Pottenstein und über den Berg nach Gößweinstein fahren. Von dort wieder durchs Wiesenttal Richtung Muggendorf. Man kann auch von Behringersmühle aus über Waischenfeld nach Hollfeld, von dort über Aufseß und Heiligenstadt zurück nach Ebermannstadt fahren. Von Pegnitz kommend (A9) fährt man am direktesten über Pottenstein in die Fränkische Schweiz.
Von Bayreuth aus empfiehlt sich die Anreise über Kirchahorn und durchs schöne Ailsbachtal; oder über Mistelgau- Obernsees - Waischenfeld. Von Bamberg aus könnte man über Aufseß - Breitenlesau - Waischenfeld, oder über Heiligenstadt - Gasseldorf ankommen. Es gibt noch weitere Einreiserouten, ein Blick in einschlägige Straßenkarten gibt darüber Auskunft. Der Rest des 1. Tages könnte für die Quartiersuche benötigt werden. Hierbei helfen gerne die Touristinformationen in allen größeren Orten (meist in der Ortsmitte zu finden), die in der Regel von 9-12 und von 13 -17 Uhr geöffnet sind. Einige davon sind auch samstags von 10-12 Uhr für Sie da. Siehe: Touristinfo-Adressen. Der Prospektcounter der Tourismuszentrale in Ebermannstadt, Oberes Tor 1 (Eingang zur Polizei) ist auch an Wochenenden tagsüber zugänglich. Dort finden Sie auf jeden Fall ein Unterkunftsverzeichnis mit über 600 Zimmervermietern (inkl. der Adressen aller Touristinformationen) und weitere ausführliche Infos, z.B. für Camper und Jugendherbergen. Weiterhin Veranstaltungsinfos und Prospekte der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Öffnungszeiten der Tourismuszentrale (Tel.: +49 9191 - 86-1054) sind montags bis donnerstags von 9 bis 16.30 Uhr, freitags 9 bis 12 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen ist unser Büro geschlossen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Urlaubsgestaltung und stellen ausführliches Informationsmaterial bereit. Achtung: Ab 12. Juni bis Ende des Jahres ist das Büro der Tourismuszentrale in Forchheim.
Am 2. Tag empfiehlt sich ein ganztägiger Ausflug. Der Besuch einer Burg, eines Schlosses und eine der drei Schauhöhlen gehört dazu. Natürlich auch die berühmte Basilika in Gößweinstein. In Pottenstein wäre neben der Burg und der Teufelshöhle, die Rodelbahn, der Schöngrundsee (Boot fahren) und evtl. das Känguru-Gehege interessant. Im Naturparadies Burg Rabenstein lassen sich die Burg Rabenstein und die Sophienhöhle besichtigen und am Nachmittag eine aufregende Falkenschau erleben. Mit Kindern wäre auch eine der zwei Freizeitparks (Schloss Thurn in Heroldsbach bei Forchheim, Fränkisches Wunderland in Plech an der Autobahn Berlin Nürnberg), sowie der Besuch vom Wildgehege Hundshaupten bei Egloffstein sicherlich eine Überlegung wert. Sportlich aktive könnten mit dem Kajak auf der Wiesent fahren, Klettern im Trubachtal. Angeln ist möglich an Wiesent, Aufseß, Trubach, Leinleiter und Püttlach. Rad fahren auf interessanten bergigen Strecken, Mountainbiking in Heiligenstadt und Obertrubach oder Reiten auf dem Bauernhof, Golfen in Kanndorf, Weidensees und Thurnau oder Drachenfliegen am Görauer Anger in Zultenberg oder in Siegritz bei Heiligenstadt.
Von Mitte Mai bis Ende September haben auch die 12 Freibäder der Fränkischen Schweiz geöffnet. Schieben Sie beim Kegeln oder Minigolfen eine ruhige Kugel. Freischach, Tennis, Squash und Segelfliegen, dem Unternehmungsgeist sind fast keine Grenzen gesetzt. Sollte die Witterung nass und kalt sein, empfiehlt sich ein Besuch im Fränkische Schweiz-Museum Tüchersfeld (bei Pottenstein), im Pfalzmuseum Forchheim oder eines der anderen 30 Regionalmuseen. Außerdem wäre dann sicherlich der Besuch des Thermalbades in Obernsees, Hirschaid oder Forchheim und/oder das Erlebnishallenbad in Pottenstein eine sinnvolle Alternative. Oder, fahren sie in die kleine Töpferstadt Thurnau zum Bummeln und Einkaufen.
Der dritte Tag sollte auf jeden Fall zu Fuß verbracht werden. Beim Wandern auf einigen der mehr als 4500 Kilometer langen Wanderwege erlebt man erst richtig den landschaftlichen Reiz der Fränkischen Schweiz. Für etwas ungeübte Beine empfiehlt sich unter anderem der "Leo-Jobst-Wanderweg". Er führt von Forchheim nach Pegnitz quer durch die Fränkische Schweiz und verläuft in der Regel ziemlich eben durch die Talgründe. Andererseits kann man sich auf der Hochfläche zwischen den Tälern aufhalten oder bergauf, bergab den Naturpark erkunden. Fragen sie die Touristinformation ihres Quartierortes nach Einzelheiten. Wandern Sie von Brauerei zu Brauerei, von Schnapsbrennerei zu Schnapsbrennerei (über 300 allein im Gebiet rund ums Walberla), oder ganz kulturell, von Burg zu Burg, von Hollfeld nach Sanspareil bei Wonsees, dem ältesten Barock-Felsengarten der Markgräfin Wilhelmine auf dem alten Kontinent.
Kultur pur bietet auch die alte Kaiserstadt Forchheim und das Gartenmuseum Schloss Fantaisie in Eckersdorf (bei Bayreuth). Wer es gemütlich will: von Mai bis Oktober fährt an Sonntagen und einigen Feiertagen die Museumsbahn dreimal pro Tag von Ebermannstadt nach Behringersmühle und zurück. Ausflüge in die Umgebung: Die Fränkische Schweiz ist idealer (weil preiswerter) Ausgangspunkt für Ausflüge nach Bayreuth (ca. 25 km), Bamberg (ca. 40 km) und Nürnberg (ca. 65 km), gerechnet ab Behringersmühle. Ab Ebermannstadt (zahlreiche kostenlose Parkplätze) besteht eine stündliche Zugverbindung nach Forchheim, von dort gibt es immer Anschlusszüge nach Bamberg oder Nürnberg. Vor allem für Nürnberg gilt: Bahn fahren ist billiger als mit dem Pkw, weil dort pro Stunde in den Parkhäusern bis zu 3 Euro Gebühren fällig sind. In Bamberg gibt es ein Park- und Ride- System mit guter Busanbindung in die Altstadt. Bayreuth ist ebenfalls problemlos mit dem Auto erreichbar und preisgünstig bei den Parkplätzen. Außerdem gibt es eine Regionalbahn im Stundentakt von Gräfenberg nach Nürnberg (Nordost).
Der öffentliche Nahverkehr in der Fränkische Schweiz bietet ein vielseitiges Angebot: Der Omnibusverkehr Franken www.ovf.de gehört dazu und der www.vgn.de, außerdem gibt es in den Gemeinden Bürgerbusse, das Pegomobil, touristische Ringlinien, außerdem ein Anrufsammel- und ein Anruflinientaxi und zahlreiche private Omnibusunternehmen mit eigenem Fahrplan, der von Allen genutzt werden kann. Fragen sie ihre Touristinformation nach den entsprechenden Fahrplänen. Veranstaltungen: Jede Menge los in der Fränkischen Schweiz. Unzählige Kirchweihen zwischen Ostern und November. Highlights: Osterbrunnenschmücken (Karfreitag bis 2 Wochen nach Ostern) Walberlafest am 1. Maiwochenende, Kirschenfest in Pretzfeld (Juli) Annafest in Forchheim (letztes Wochenende im Juli), Erntedankfest in Muggendorf (ca. Ende September), Weihnachts- Märkte- Konzerte- Krippen im Dezember, im Januar. Lichterprozessionen am 20. Dezember in Oberailsfeld, Sylvester in Nankendorf, in Obertrubach am 3.1. und am Drei-Königs-Tag (6.1.) in Pottenstein. Das aktuelle Veranstaltungsprogramm gibt es in allen Touristinformationen der Fränkischen Schweiz und im Internet unter www.forchheimer-kulturservice.de .
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Urlaub hier bei uns in der Fränkischen Schweiz.
Stand: März 2013




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