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Höhlen der Fränkischen SchweizDas Fränkischen Schweiz ist ein typisches Karstgebiet mit säurelöslichen Gesteinen wie Kalk und Dolomit. Durch Eindringen von aus Pflanzenresten entstandener Kohlensäure in Kalkgesteinklüften bildeten sich über 1000 kleine und große Höhlen. Viele davon sind reich an Tropfsteinen, andere weisen einen großen Reichtum an fossilen Knochen auf. Man sagt, dass etwa 200 davon es wert sind, gesehen zu werden. Öffentlich zugänglich sind die drei großen Schauhöhlen: Binghöhle bei Streitberg, die Sophienhöhle bei Burg Rabenstein und Teufelshöhle bei Pottenstein. Höhlen sind sensible Naturräume, daher sind ein Großteil nur unter fachkundiger Führung begehbar. Forschungen in den Höhlen betreibt die Naturhistorische Gesellschaft in Nürnberg. Siehe: http://www.nhg-nuernberg.de/karst/index.html Für geologisch Interessierte haben wir noch Informationen zur Entstehung der Frankenalb. Es handelt sich bei der Bildung von Tropfsteinhöhlen natürlich um sehr langsame Vorgänge: ein Tropfstein braucht, um einen Millimeter zu wachsen, etwa 5-7 Jahre, als Stalagtit sogar bis zu 15 Jahre. Rund um Plech existiert ein "Höhlenwanderweg" zur Geislochhöhle. Näheres hier Die größten, auch zur Begehung freigegebenen Höhlen der Fränkischen Schweiz sind: Die Binghöhle in Streitberg
Die Binghöhle ist Deutschlands größte Galerietropfsteinhöhle. An der Riesensäule baut die Natur seit ca. 5 Millionen Jahren. Informationen: Tel.: 09196/19433 oder 346. Touristinformation Muggendorf/Streitberg Die Teufelshöhle in Pottenstein
Der Eingang der Teufelshöhle ist eine gewaltige Felsgrotte, eine der größten in Deutschland. Aus der Mitte des Höhleneingangs springt eine acht Meter hohe Höhlenterasse vor. Dahinter befindet sich der eigentlich Eingang zur Höhle, deren Inneres man von dort in einer etwa 45-minütigen Führung erleben kann. Besonders beeindruckend ist sicherlich der größte Höhlenraum, der 45x18x15 Meter große "Barbarossadom". Über dem Raum liegt noch eine Felsendecke von 52 Metern Mächtigkeit. Im Riesensaal hätte eine Dorfkirche Platz.
Die Sophienhöhle im Ahorntal
Die Sophienhöhle bei Rabenstein im Ahorntal gilt als die älteste urkundlich erwähnte Höhle der Frankenalb. Schon 1490 wird von einem Versuch zur Gewinnung von Salpeter im Vorraum der Höhle berichtet. Dieser Vorraum wurde bereits von prähistorischen Menschen aufgesucht, wir die zahlreichen Funde vorgeschichtlicher Keramik beweisen. Die Entdeckung weiterer tropfsteingeschmückter Räume im Jahre 1833 bescherte der Sophienhöhle schlagartige Berühmtheit. Da die neuen Räume sofort nach ihrer Entdeckung verschlossen wurden und der nachfolgende Ausbau zur Schauhöhle sehr behutsam erfolgte, hat die Sophienhöhle bis in die heutige Zeit ihren ursprünglichen Reiz bewahrt. Die 1. und 2. Abteilung sind mit Tropfsteinformationen großer Formen- und Farbenvielfalt ausgeschmückt. Die 3. Abteilung zählt mit seinen 42x25x11 Metern zu den größten fränkischen Höhlenräumen. Die Sophienhöhle gilt als eine der schönsten Höhlen Deutschlands. Sie ist benannt nach der Schwiegertochter des damaligen Besitzers. Einzigartige Bewohner der Höhle sind Strudelwürmer, konnte Dr. Schabdach feststellen. Tel. 09202-970044-0 oder Touristinfo Ahorntal, Tel. 09202-202. Weitere HöhlenFolgende Höhlen werden bei einer Wanderung durchlaufen:
HöhlenunfälleBei Höhlenunfällen in Franken ist die Rettungsleitstelle Bamberg (Tel. 0951/19222) oder eine andere Rettungsleitstelle (Forchheim) Tel. 09191/19222) zu verständigen. Diese wird dann den "Arbeitskreis Höhlenrettung im Roten Kreuz Bamberg" alarmieren. Siehe auch www.bergwacht-bayern.de/bamberg/hrn/Zur Beachtung:Höhlen sind ein äußerst empfindlicher Lebensraum: Sie bieten einer Vielzahl von Tieren Unterschlupf. Höhlen sind deshalb als Lebensstätten nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz geschützt. Zur Erhaltung dieser Schätze der Natur beachten Sie bitte folgendes:
Wer Höhlen erheblich beeinträchtigt, muss mit einer empfindlichen Geldbuße rechnen, meint: die Regierung von Oberfranken Stand: November 2007 |
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