Ruinen Neideck und Streitberg

Die Burgruine Neideck war früher Stammsitz des mächtigen Geschlechts der Schlüsselberger, die früheren "Geschäftsführer" der heutigen Fränkischen Schweiz. Graf Konrad von Schlüsselberg errichtete 1347 eine Zollstelle im Wiesenttal und provozierte damit seine Nachbarn. Die Nürnberger und Würzburger Bischöfe griffen daraufhin die Neideck an und trafen den Grafen tödlich. Eine Anekdote erzählt, er sei gerade auf dem stillen Örtchen, das über die Mauer hinausragte, gesessen und dabei "erworfen" worden.

Gegenüber befindet sich die Burg Streitberg. Erster Burgherr war Anfang des 12. Jh. Walter de Stritberg. Die Anlage war strategisch wichtig genau im Knick des Wiesenttals gelegen, und wurde ebenso wie die Neideck 1553 zerstört, bis 1565 als Schlo im Renaissancestil wiederaufgebaut, während des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt. Seitdem verfiel sie. Zu guter letzt nutzte das Bayerische Königreich sie als Steinbruch. Heute ist nur noch das Burgtor und Teile der Wallmauer zu sehen. Von oben hat man einen wunderschönen Blick auf das Wiesenttal und die Ruine Neideck - es lohnt sich!

Siehe auch: www.wiesenttal.de

Die Öffnungszeiten finden Sie hier