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Radtour von Bayreuth in die Fränkische Schweiz

Ein Tourenvorschlag für sportlich Aktive Streckenverlauf: Bayreuth - Mistelbach - Obernsees - Plankenfels - Waischenfeld (30 km) - Altenhimmel - Hummeltal - Mistelbach - Bayreuth (55 km)


Radwegbeschreibung:

Im Südwesten von Bayreuth am Altstadtbahnhof beginnt unsere Rundfahrt in die Fränkische Schweiz. Noch vor wenigen Jahren fuhr hier der Bummelzug vorbei. Auf der Bahntrasse führt heute der Radwanderweg R 1 nach Hollfeld und in die Fränkische Schweiz.

Wir folgen dem grünen Radler auf weißem Grund und erreichen nach 4 Kilometer Mistelbach. Hier findet man eine Anzahl schöner roter Sandsteinhäuser und Reste eines Schlosses. Die ev. Kirche besitzt einen Chor aus dem 12. Jahrhundert und einen Altar von Joh. Caspar Fischer von 1712.

Wir verlassen Mistelbach auf dem Talweg. Linker Hand steht der "Teufelsfelsen", einst soll ihn der Teufel aus Wut den Zwergen vom Arzloch nachgeworfen haben. Der Weg führt an mehreren Mühlen vorbei und erreicht den Ort Pittersdorf in der Gemeinde Hummeltal. Im Westen liegt vor uns der "Wächter des Hummelgaues", der Schobertsberg (543m), auf dem einst eine Befestigungsanlage stand. Nach Überqueren der Kreisstraße am früheren Bahnhof geht es auf dem markierten Weg noch ein Stück bergauf, dann kann man im Westen schon die 587m hohe Neubürg sehen, einen imposanten unbewaldeten Tafelberg (bei Wohnsgehaig) von dem man einen herrlichen Weitblick in die "Fränkische" und ins Fichtelgebirge hat.

Wir radeln nach Mistelgau hinunter und halten uns im Ort rechts. Sehenswerte Fachwerkhäuser und eine schlichte Dorfkirche mit einem Fries aus dem 17. Jahrhundert von Heinrich Schertel findet man im oberen Ortsteil. Wir fahren weiter durch die "Eichenstraße" auf der alten Straße bis Frankenhaag (Schloss). Hier lohnt es sich, das Rad abzustellen und auf dem Höhenweg zur Neubürg aufzusteigen. Wir folgen dem "Weidestal" und erreichen bald ein idyllisch gelegenes Kirchlein, der Ruppertuskapelle von 1479, die von einer Friedhofsmauer umgeben ist. Im Brunnenhäuschen (Wallfahrtsort) findet man noch heute köstliches Quellwasser vor.

Nachdem wir die Straße nach Bayreuth gequert haben, kommen wir nach Obernsees. Hier findet man eine schöne Kirche und den bekannten "Barockgarten" vor. Auf der alten Straße geht es weiter nach Truppach mit seinem viertürmigen Schlösschen.  Vorbei an Ringau kommen wir auf dem R 1 nach Plankenfels (mit Burg über der Wiesent).

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder dem Radweg auf der alten Bahntrasse weiter folgen bis nach Hollfeld (ca. 7 Km) oder weiterfahren Richtung Waischenfeld.

Richtung Hollfeld: Der Weg nach Hollfeld beginnt rechts der Straße vor der ehem. Gaststätte "Schwarzer Ritter". Durch den schön geschwungen Bogen der alten Bahntrasse gelangen wir ins herrliche Lochautal. Hier steigt die frühere Bahntrasse etwas an. Verkehrsberuhigt radelt man am hoch ragenden Plankenstein, einer ehem. Burganlage vorbei nach Wadendorf, mit Überquerung der Staatsstraße. Weiter geht es an der Wadendorfer Schlossanlage vorbei nach Scherleithen. Im Ort rechts über Feldwege nach Stechendorf. Durch den Ort zum Gasthof "Zur Linde" auf die frühere Bahntrasse. Hier entlang des Oberlaufs der Wiesent, an kleinen Juradörfchen vorbei nach Hollfeld. Hier ist der Marienplatz sehenwert mit dem weithin sichtbaren Gangolfsturm, Rathaus m. Wittauerhaus, Himmelfahrtskirche und die Wallfahrtskirche St. Salvator. Zu besichtigen ist auch die Museumsscheune und ein Besuch im Künstler-Stadl lohnt sich.

Wer den Rundweg weiter benutzt, wird bei der ehem. Gaststätte "Schwarzer Ritter" links abbiegen und folgt dem Feldweg. Nach ca. 800m kommen wir auf die Straße nach Ebermannstadt. Wir rollen ins Wiesenttal hinunter, überqueren bei der Eichenmühle den Fluss und biegen dann links in den Feldweg ein. Am rechten Ufer entlang führt der Weg direkt nach Nankendorf einem uralten Pfarrdorf, das schon vor Waischenfeld bestanden haben soll. Hier gibt es zwei gute Brauereigasthöfe, eine schöne Barockkirche zu bestaunen. Wir fahren auf der Straße über den kleinen Buckel, am Ortsende gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder auf der Staatsstraße weiter nach Waischenfeld oder links abbiegend, vorbei am romantischen alten Flusswehr bei der Mühle die Wiesent überquerend und auf dem schmalen Wanderweg bis nach Waischenfeld (ca. 2 Km) fahrend.

Der Ort liegt idyllisch eingezwängt ins Wiesenttal, überragt von der gotischen Kirche, der Burg mit dem "Steinernen Beutel", dem Wahrzeichen des 1000 jährigen Städtchens. Hier lohnen sich kleine Spaziergänge zur Burganlage mit herrlicher Aussicht in den Luftkurort und der Besuch zum Beispiel des "Heckelwirtes" in der Vorstadt. Von hier ist es nicht weit in die Sophienhöhle und zu den Burgen Rabeneck und Rabenstein.

Wir verlassen den Ort Richtung Volsbach (durch die Vorstadt) und folgen auf der Kreisstraße dem Zeubachtal aufwärts. Ab Kugelau steigt die Straße an, etwa 400m nachdem die Straße nach Eichig abgezweigt ist, biegen wir links in einen Forstweg ein. Bald hat man einen schönen Ausblick auf Volsbach rechts unten, erreicht etwas später den Parkplatz an der Kreisstraße, die wir vorhin verlassen haben. Wir bleiben auf der Straße, fahren weiter Richtung Glashütten, biegen aber nach 600m rechts auf den Albrandweg ab. Er steigt steil an und ist mit einem blauen Grenzstein markiert. Auf dem Schotterweg geht es am 553m hohen "Bärenbühl" vorbei, einmalige Rundblicke auf das Ahorntal tun sich auf.

Wieder auf der Teerstraße biegen wir gleich darauf nach Altenhimmel ab. Am Dorfteich des ehemaligen Gerichtshofes Altenhimmel fahren wir geradeaus über die Kreuzung und "erschieben" den höchsten Punkt dieser Tour mit ca. 560m. Von hier haben wir eine gerade Abfahrt nach Gubitzmoos. Wir lassen den Ort links liegen und fahren nach Creez hinunter. Jetzt sind wir wieder im Hummelgau. Wir folgen etwa 1 Km der Straße nach Bayreuth, biegen dann in Pittersdorf nach rechts in die Straße "Zum Steingraben" ab und radeln auf dem markierten Radwanderweg R1 über Mistelbach zurück nach Bayreuth.

Diese Rundtour dauert ca. vier Stunden. Der R1-Weg verläuft mit Ausnahme des Anstieges in Plankenfels (nach Hollfeld) ziemlich eben und kann von jedem Radfahrer leicht gemeistert werden.

Der Rundweg über Waischenfeld weist einige Steigungen auf und führt auch über Schotterwege, wofür ein Mountainbike und entsprechende Kondition sicherlich besser geeignet wäre. Man kann aber auch schieben, dann dauert die Tour zwar etwas länger, man hat aber mehr Zeit die schöne Landschaft zu betrachten. Einkehrmöglichkeiten sind in allen größeren Orten in ausreichender Zahl vorhanden. Als Orientierungshilfe hat sich die Fritsch Wanderkarte Nr. 148, nördliche Fränkische Schweiz (Buchhandel) bewährt.


Kombinationsmöglichkeiten:

Waischenfeld ist der Ausgangspunkt für den Radrundweg (schwarzer Punkt) der über Nankendorf-Plankenfels bis Obernsees auf der oben beschriebenen Tour verläuft, dort aber nach Wohnsgehaig abbiegt und über Neusig - Zeubach zurück nach Waischenfeld führt. Dauer ca. 3 Stunden, 25 km. Der schwarze Punkt-Weg überschneidet sich übrigens mit dem blauen-Punkt-Weg, der rund ums Ahorntal führt.

Hollfeld ist Ausgangspunkt für eine weitere Radrundtour. Sie führt (grüne Raute) durchs obere Wiesenttal, durchs Lochautal nach Sanspareil und zurück. Die grüne Raute überschneidet sich übrigens mit der roten Raute, einem Rundweg um Thurnau.

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Kombinationsmöglichkeiten, z.B. mit speziellen Fernradwegen quer durch die Fränkische Schweiz und mit dem Burgenstraßen-Radweg.

Besorgen Sie sich das kostenlose "Radl-Magazin" der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, dort finden Sie weitere Anregungen. Zu empfehlen ist auch die Wanderkarte mit Radtouren "Innere Fränkische Schweiz" vom Appelt-Verlag; sie gibt es in zahlreichen Verkehrsämtern und im Buchhandel zum Preis von rund 10,- DM. Außerdem lässt es sich sehr bequem auf dem Radweg entlang des Rhein-Main-Donaukanals zum Beispiel nach Bamberg oder Nürnberg fahren. Auskünfte gibt es bei der Touristinfo in Forchheim, T. 09191-714-360.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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