Wandern entlang der Burgenstraße, Teilbereich Fränkische Schweiz

Seit vielen Jahren ist die Fränkische Schweiz mit 10 Gemeinden Teil der Burgenstraße zwischen Heilbronn und Prag. Seit kurzer Zeit verbindet nun ein Wanderweg (zwei Routen ab Pretzfeld) die Burgen in diesen Orten. Der Weg, der ohne eigene Beschilderung auskommt, verläuft zwischen folgenden Orten:

  • 1. Forchheim (E/Ü - Pretzfeld (E/Ü), 10,6 km
  • 2. Pretzfeld - Muggendorf (E/Ü), 9,4 km
  • 3. Muggendorf (E/Ü) – Gößweinstein (E/Ü), 9,1 km
  • 4. Gößweinstein (E/Ü) – Pottenstein (E/Ü), 7,7 km

 

  • Alternative ab Pretzfeld:
  • 5. Pretzfeld (E/Ü) - Egloffstein, (E/Ü), 10,7 km
  • 6. Egloffstein (E/Ü) – Obertrubach (E/Ü), Rathaus 9,7 km
  • 7. Obertrubach (E/Ü) - Pottenstein (E/Ü), 15,4 km

 

  • Ab hier sind beide Wege wieder vereint:
  • 8. Pottenstein (E/Ü) - Waischenfeld (E/Ü), 12,5 km
  • 9. Waischenfeld (E/Ü) - Aufseß (E/Ü), 16,5 km.
  • 10. Aufseß (E/Ü) - Heiligenstadt (E/Ü), 6,3 km
  • 11. Heiligenstadt- Königsfeld (E/Ü), 16 km
  • 12. Königsfeld – Memmelsdorf (E/Ü), 24 km

Bei der Wanderung werden folgende Sehenswürdigkeiten tangiert:

Forchheim: Die "Kaiserpfalz" Wahrzeichen der Stadt Forchheim, ist eine fürstbischöfliche Residenz. 1377 erwirbt Lambert von Brunn, Bischof in Bamberg, „Haus- und Hofreit in der Stadt Vorchheim uf dem Burgstall“. Er errichtet 1391 einen repräsentativen Neubau. Überregionale Bedeutung erlangt der Komplex durch die großartigen, spätgotischen Wandmalereien, die zu den wichtigsten ihrer Art in ganz Süddeutschland zählen. Das  Pfalzmuseum wie es heute genannt wird vereinigt drei Spezialmuseen unter einem Dach: Das Archäologiemuseum Oberfranken, das Stadtmuseum und das Trachtenmuseum. Infotel.: +49 (0)9191 714-327.

Ebermannstadt, im Jahr 981 erstmals als „Ebermarestad“ urkundlich genannt. Die auf einer Insel der Wiesent gelegene Siedlung wurde 1323 zur Stadt erhoben. Im 14. Jh. kam sie an das Hochstift Bamberg und mit diesem 1802 an Bayern. Sehenswert ist die Marienkapelle mit den Werken des Ebermannstädter Künstlers Friedrich Theiler (1748 bis1826) und das Wasserrad an der Wiesent als Wahrzeichen der Stadt. Infotel.: +49 (0)9194 506-40.

Egloffstein, Perle des Trubachtales, beherrscht von der stolzen gleichnamigen Burg, erstmals 1184 erwähnt. Trotz wiederholter Zerstörung wurde die Burg immer wieder aufgebaut und wird noch heute von der Familie der Freiherren von Egloffstein bewohnt. Burg und Ort geben zusammen ein malerisches Ensemble. Weitere Sehenswürdigkeit: die berühmten Felsenkeller, die den Ort „untergraben“. Infotel.: +49 (0)9197 202.

Wiesenttal: Streitberg und Muggendorf, Luftkurorte mit geologischen und geschichtlichen Kostbarkeiten. Die Burgruinen Streitberg und Neideck lassen die Verwicklungen der jeweiligen Herren in die kriegerischen Händel um die wichtige Geleitstraße Nürnberg – Bayreuth noch erahnen. Geologisch lohnend ist der Besuch der Binghöhle, der Wedenbachklamm und der Muschelquelle. Info Tel. + 49 (0)9196 929931.

Gößweinstein, überragt von einer mittelalterlichen Burg und der viel besuchten Wallfahrtsbasilika „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“, erbaut 1730/39 von Balthasar Neumann. Die Kirche trägt die päpstliche Auszeichnung „Basilika Minor“ und gibt auch einen festlichen Rahmen für Konzerte ab. Die Burg Gößweinstein geht auf das 11. Jh. zurück und bietet neben den baulich erhaltenen Gebäuden einen faszinierenden Blick auf das Wiesenttal und die umliegenden Täler und Höhen. Infotel.: +49 (0)9242 456.

Tüchersfeld. Von den eigentlichen zwei Burgen in Tüchersfeld ist heute fast gar nichts mehr erhalten. Oberntüchersfeld stand in etwa auf der hinteren Felsnadel, von ihr sind keine Spuren mehr vorhanden. Niedertüchersfeld war auf der vorderen Felsnadel gelegen. Von ihr findet man noch wenig Mauerwerk, die ehem. Unterburg heute Judenhof genannt ist noch fast vollständig erhalten und beherbergt heute das Fränkische Schweiz Museum. Prähistorische Funde von Höhlenbären und anderen Artefakten sind dort zu besichtigen. Infotel.: +49 (0)9242 1640.

Pottenstein. Über dem Felsenstädtchen thront die Burg Pottenstein (erbaut 1057 bis 1070). In ihr steht bis zum heutigen Tag die Hl. Elisabeth von Thüringen wegen ihres Aufenthalts auf der Burg in hohem Ansehen. An der „Erlebnismeile Pottenstein“, bieten sich über 20 attraktive Freizeitmöglichkeiten an. Die „Teufelshöhle“, eine 1500 m lange Tropfsteinhöhle, ist eine der bekanntesten Schauhöhlen der Region. Infotel.: +49 (0)9243 708-41.

Burg Rabenstein, romantisch gelegene Burg im oberen Ailsbachtal, erstmals im 12. Jh. Erwähnt. In ihrer wechselvollen Geschichte treten mehrere Geschlechter als Besitzer auf. Heute zum Schlosshotel umgebaut, ohne ihren ursprünglichen reiz verloren zu haben. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Falknerei, wo der Besucher alles über Greifvögel erfahren kann. Infotel.: +49 (0)9202 970044-0.

Waischenfeld. Das 1122 urkundlich erwähnte Landstädtchen erhielt 1315 von Ludwig dem Bayern die ersten Stadtrechte. Die noch heute sichtbaren Reste einer wehrhaften Burganlage zeugen von einer wechselvollen Geschichte. Das markanteste Gebäude ist der "Steinerne Beutel", ein wuchtiger, romanischer Rundturm, der die fast 900-jährige Burganlage nebenan überragt. Heute bietet die Burg Mittelalterfeste und Open-air-Konzerte im schattigen, romantischen Biergarten. Infotel.: +49 (0)9202 970447.

Aufseß: Eine typische Juralandschaft lädt zum Verweilen und Wiederkommen ein. Die Orte Ober- und Unteraufseß gruppieren sich malerisch um ihre Schlösser, die Zeugnisse eines in der Geschichte blühenden Adelsgeschlechtes gleichen Namens sind. Hans von Aufseß war Gründer des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, Hans Max von Aufseß ein begnadeter Essayist. Im Jahr 2000 erhielt die Gemeinde aufgrund ihrer großen Brauereiendichte  (4 Brauerein für 1500 Einwohner) den Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Infotel.: +49 (0)9274 98015 oder in der Gemeinde Tel.: +49 (0)9198 998881.

Heiligenstadt, Zentrum des Leinleitertales mit idyllischem Marktplatz und beeindruckenden Fachwerkhäusern. Schloss Greifenstein, eines der bekanntesten Bergschlösser des Frankenjuras ist hier zu finden. Erste Erwähnung 1172. Im Kern mittelalterlich wurde die äußere Form 1683/93 nach den Plänen von Leonard Dientzenhofer neu gestaltet. Seit Ende des 17. Jh. im Besitz der Grafen Schenk von Stauffenberg. Infotel.: +49 (0)9198 929932.

Giechburg und Gügel. Die Giechburg, teilweise renovierte, mittelalterliche Burganlage mit reicher Geschichte auf einem Felskegel gelegen. Erstmals erwähnt in einer Urkunde von 1125. Wiederholt Zankapfel zwischen verschiedenen territorialen Interessen. Nach der Säkularisierung dem Verfall preisgegeben. Vom Landkreis Bamberg revitalisiert und seit 1974 wieder für den Tourismus geöffnet. Herrlicher Ausblick auf die weite Tallandschaft des oberen Mains. Der Gügel ist eine auf hoher Felskuppe freistehende Wallfahrtskirche. 1384 erstmals als Kapelle erwähnt; 1610/18 weitgehender Neubau in nachgotischem Stil mit vielen Merkwürdigkeiten. Obwohl dem Hl. Pankratius geweiht, ist die Kapelle ein Marienheiligtum. Infotel.: +49 (0)9542 9490-0.

Memmelsdorf. Schloss Seehof wurde ab 1686 als Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe nach Plänen von Antonio Petrini errichtet. Der Großteil des Schlosses wird heute vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege genutzt. Für Besucher sind neun Schauräume des restaurierten Appartements der Fürstbischöfe zugänglich, darunter der "Weiße Saal" mit dem virtuosen Deckengemälde von Giuseppe Appiani. Von der Pracht des einstigen  Rokokogartens zeugen unter anderem die wiederhergestellte Kaskade mit ihren Wasserspielen sowie einige erhaltene Sandsteinskulpturen von Ferdinand Tietz. Infotel.: +49 (0)951 4095-71.

Die genaue Wegbeschreibung finden Sie im Downloadbereich dieser Homepage als PDF-Datei. Sie können das Sonderprospekt auch kostenlos hier bestellen.

Die GPS-Daten des Burgenstraßenwanderweges finden Sie hier