Wanderung für Sehbehinderte von Pretzfeld nach Ebermannstadt

Auch für Kinderwagen geeignet. Länge ca. 7 km, Wanderzeit ca. 2 ½ Stunden

Von Forchheim erreicht man mit der R 22 den Bahnhof in Pretzfeld fast stündlich. An den Bahngleis geht es ein kurzes Stück gerade, dann links in die Bahnhofstraße und nach einem Rechtsbogen wieder gerade über die Trubach hinweg bis zur „Walter-Schottky-Straße“. Die Straße wird gerade aus vorsichtig überquert. Wir stoßen auf die Schlossbergstraße und folgen dem ansteigenden Verlauf entlang der Schlossmauer. Der Weg macht einen Rechtsbogen, links befindet sich der Zugang zum Schloss. Das Schloss blickt auf eine lange wechselvolle Geschichte zurück. Im Bauernkrieg 1525 zerstört, wurde ein umfangreicher Umbau unter Georg Sebastian von Stiebar 1595 vollendet. 1589 / 91 entstand die Schlosskapelle. Das Schloss ist öffentlich nicht zugänglich. Es beherbergt eine sehenswerte Sammlung des Neo-impressionisten Curt Hermann (1854 - 1929), die nach Vereinbarung besucht werden kann. Der kleine Schlossgarten ist geöffnet. Nun verläuft unser Weg wieder eben und bevor er nach rechts abfällt laufen wir gerade über eine Kopfsteinrampe auf einen Fußweg zu. Der Weg führt links an der Kath. Pfarrkirche St. Kilian (1741/61) vorbei. Nach einem weiß-roten Pfosten und dem dahinter liegendem Torbogen erreichen wir die Hauptstraße die überquert wird. Achtung Autoverkehr! An der Bushaltestelle links vorbei geht es ansteigend auf dem Gehweg bis zur Pfarrgasse in die rechts eingebogen wird. Der breite Fußweg geht leicht ansteigend auf ein Neubaugebiet zu. Der Weg wird eben und an der zweiten Querstraße biegen wir links in die Straße „Im Steinbühl“ ab. Ansteigend und gerade geht es nahtlos in einen Flurweg über. Kurz danach laufen wir einen Linksbogen und nach einige Schritte gerade aus biegen wir gegenüber einem Wohnhaus scharf rechts ab. Der Weg steigt in Windungen bis zum Marterl und der Angerkapelle aus dem Jahr 1860, die rechts unseres Weges liegt, an.

Wir gehen gerade über einen Schotterweg, bergauf durch Streuobstwiesen und durch das größte zusammenhängende Süßkirschenanbaugebietes Süddeutschlands erreichen wir die Waldgrenze und den ersten Keller aus dem Jahr 1826, rechts unseres Weges. Auf einem breiten gewundenen Hohlweg geht es stetig aufwärts bis wir auf einem geteerten Weg treffen und der einzige bewirtschaftete Bierkeller erreicht ist. Wir biegen rechts ab und gehen ansteigend, an privaten Kellern vorbei dem Judenberg entgegen. Bei der ersten großen Wegteilung biegen wir scharf nach links auf einen breiten Forstweg ab. Zuerst eben und dann in Bogen abfallend geht es unter den Starkstromleitungen hindurch durch den Mischwald, der etwas später in einen Laubwald übergeht. In einem Linksbogen biegen wir nach rechts ab und folgen dem Weg abwärts bis wir auf die Schranke des Forstweges stoßen der gerade von der Kanzel her kommt. Auf dem Forstweg geht es nun abwärts auf Ebermannstadt zu. In einem Linksbogen hat man einen herrlichen Blick auf Ebermannstadt und den ehemaligen Steinbruch der auf der gegenüber liegenden Hangseite tiefe Furchen im Berg hinterlassen hat. Zwischen den Bäumen ist auf der Höhe die Aufschüttung des Burgstalls zu erkennen. Der Weg windet sich talwärts durch eine abwechslungsreich Waldflur mit Weiden, Laub- und Nadelwald. Rechts des Weges befindet sich ein weiterer Keller mit einem kleinen Anbau. Wir überqueren eiserne Wasserrinnen und haben nun die Stadt rechts vor uns liegen. Vorbei an Biotopen, dem Wanderparkplatz mit einer Ortstafel und dem Kinderspielplatz gehen wir durch das Neubaugebiet und der verkehrsberuhigten Straße „Zur Lochwiese“ abwärts. Wir kommen zur „Unteren Bayerischen Gasse“, gehen auf die andere Straßenseite und dann rechts auf dem Gehsteig der leicht ansteigt gerade entlang. Dabei wird die „Steinäckerstraße“ zwei Mal gerade überlaufen. Es geht bis zur Kreuzung „Zum Schlüsselstein“ über die gerade gegangen wird, um dann links auf dem Gehsteig dem gewunden Verlauf der Straße abwärts in Richtung Altstadt zu nehmen. Es geht gerade über die Straße „Friedrich-Theiler-Siedlung“ zum unbeschrankten Bahnübergang mit den beiden Gleisen der Museumsbahn, die vorsichtig überquert werden. Auf der Strecke fahren die Züge der Museumsbahn von Mai bis Oktober an Sonntagen. Es sind aber auch Sonderfahrten unter der Woche möglich.

Es ist nun der Bahnhofsbereich mit dem Park&Ride Parkplatz und den Bushaltestellen der Linienbusse erreicht. Der direkte Weg führt links über den P&R Parkplatz zum Bahnhof. Alternativ: Nach dem Queren der Bahngleise geht es gerade aus auf dem Gehsteig am Parkplatz „An der Wiesent“ vorbei und leicht ansteigend auf dem Fußgängersteg über die Wiesent. Danach biegen wir rechts auf die „Chantonnay-Promenade“ ab und gehen an der Wiesent entlang zum Wehr am „Oberen Tor“. Es geht über die Wiesent, dann links zur Brückenfigur des Hl. Nepumuk und dem Wasserschöpfrad um dann links über die Brücke den Weg durch die Altstadt zu nehmen. Die Ebermannstädter Altstadt liegt wie auf eine Insel und wird von zwei Armen der Wiesent umschlossen. Dem Verlauf der Hauptstraße folgend kommt man am „Alten Rathaus“ und am ehemaligen Gefängnis vorbei. Der Marktplatz mit dem Marien- und Erlebnisbrunnen ist auch die „gute Stube“ der Stadt auf dem noch jeden Monat ein Markt abgehalten und manches Fest gefeiert wird. Nachdem Ebermannstadt im 30-jährigen Krieg nieder brannte, datieren die ältesten der sehenswerte Fachwerkhäuser gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Die Marienkapelle liegt etwas abseits der Hauptstraße am Kapellenplatz. Es ist das älteste Gebäude der Stadt mit Wehrturm und einer spätbarocken Innenausstattung. Am Ende der Hauptstraße geht es links durch die Bahnhofstraße und der Pretzfelder Straße zum Bahnhof, der nach der Kurve linker Hand liegt.

Konzept und Wegbeschreibung: Hans Ammon, Fürth-Oberfürberg.  Tel.: +49 911 – 7234840.

Anmeldungen zu Führungen: Blinden- und Sehbehindertenbund Bamberg, Tel.: +49 951 - 303222

Informationen: Touristinformation Ebermannstadt, Bahnhofstraße 5, 91320 Ebermannstadt, Tel.: +49 9194 506-40, www.ebermannstadt.de

Siehe auch die Homepage des bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes http://www.bbsb.org/

Okt. 2006