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Sängerehrenmal Melkendorf

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 - Meike Klein © Fränkische Toskana

01/08 © Meike Klein © Fränkische Toskana

 - Meike Klein © Fränkische Toskana

02/08 © Meike Klein © Fränkische Toskana

Meike und Thomas - Meike Klein und Thomas Kirchner

03/08 von Meike und Thomas © Meike Klein und Thomas Kirchner

 - Meike Klein © Fränkische Toskana

04/08 © Meike Klein © Fränkische Toskana

Meike und Thomas - Meike Klein und Thomas Kirchner

05/08 von Meike und Thomas © Meike Klein und Thomas Kirchner

 - Meike Klein © Fränkische Toskana

06/08 © Meike Klein © Fränkische Toskana

Meike und Thomas - Meike Klein © Fränkische Toskana

07/08 Sängerehrenmal von Meike und Thomas © Meike Klein © Fränkische Toskana

Meike und Thomas - Meike Klein und Thomas Kirchner

08/08 von Meike und Thomas © Meike Klein und Thomas Kirchner

„Wir Tote leben“ ist die Botschaft dieser weltweit einmaligen Gedenkstätte, die längst zur Wallfahrtstätte für die Sänger des Fränkischen Sängerbundes geworden ist. Zehntausende sind im Laufe der Jahre zum Sängerehrenmal gepilgert. 

 

Das Denkmal stellt sich in schlichter, gleichwohl Ehrfurcht und Ruhe ausstrahlender Schönheit dar. Im offenen Kreisrund sind 12 wuchtige Kalksteinsäulen und ein altarähnlicher Sarkophag angeordnet. Im Gedenkstein finden sich, in einem abschließbaren Safe aufbewahrt, die Gedenkbücher mit den Namen der Verstorbenen aller Gesangvereine der damals 12, heute 13 Sängerkreise. Die schmiedeeisernen Altarflügel zieren neben dem Frankenrechen - dem damaligen Emblem des FSB - der Schriftzug: „Mortui vivimus“.

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wollten die Sänger des Melkendorfer Männerchores, unter ihnen vor allem August Dorscht, Vater des heutigen Betreuers, ihrem Chorleiter Franz Seuling auf dem „Hohen Hahn“, so die Flurbezeichnung, ein Wochenendhäuschen errichten. Doch Seuling lehnte dieses Ansinnen ab - wohl noch unter den noch frischen Eindrücken der Schrecknisse des Krieges, der Millionen von ebenso qualvoll wie sinnlos hingemetzelten Menschen – und schlug im Gegenzug vor, an diesem Ort ein Sängerehrenmal für alle verstorbenen Sänger der beiden Weltkriege zu errichten. Es gelang ihm rasch, seine Sänger, ja die ganze Dorfgemeinschaft, für seine Idee zu gewinnen. In Jahresfrist (1953 bis 1954) wurden Tonnen von Steinen im Steinbruch gebrochen, von Hand zugehauen, sodann mit allen sonst benötigten Baustoffen in Pferde- und Kuhgespannen mühsam auf den Berg transportiert. Nach etwa 6000 freiwilligen und ohne Entgelt geleisteten Arbeitsstunden war das Werk nach Seulings Entwürfen und Plänen in Schwerstarbeit vollendet und konnte am 26. Juli 1954 feierlich eingeweiht werden.

Niemand gab den Melkendorfer Sängern den Auftrag zu diesem Ehrenmal. Sie haben es selbst gewollt, selbst gebaut und selbst finanziert und dem Fränkischen Sängerbund als Geschenk übergeben. Es sollte ein Opfer sein, das des Opfers der Gefallenen würdig ist.

Mögen alle, die das Ehrenmal besuchen, den Sinn und den Wert dieses Opfers begreifen und ihre Seelen öffnen für die zwei Worte, die vom Altargitter aus das Ehrenmal beherrschen:

MORTUI VIVIMUS - Wir Toten leben

(Quelle: http://www.fsb-online.de/geschichte/melkendorf/melkendorf2.html)

 

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Anfahrt

Eine direkte Anfahrt bis zum Sängerehrenmal ist leider nicht möglich. Reisebusse parken in Melkendorf. Von dort aus führt ein ausgeschilderter, aber etwas steiler Fußweg in ca. 10 Gehminuten zum Sängerehrenmal. Reisegruppen, die einen Einblick in die (im Safe verschlossenen) Gedenkbücher erhalten möchten, wenden sich an den Betreuer des Sängerehrenmals, Herrn Reiner Dorscht, Mühlgasse 2, Telefon: 09505-7652, E-Mail: reiner.dorscht@googlemail.com

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