Obsthof Erlwein

Ermreus 37, 91358 Kunreuth, Deutschland

Die große Obstvielfalt ganz frisch oder verarbeitet: Erdbeeren, Pfirsiche, Zwetschgen, Aprikosen, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Äpfel, Birnen, Trauben, Quitten und Walnüsse

„Es bedarf immer noch einer guten Zwetschge für einen Zwetschgenkuchen“, schmunzelt Herbert Erlwein, während er seinen Blick über die langen Reihen an Obstbäumen schweifen lässt. Sein Hof liegt in Ermreus, einem kleinen Dorf abseits der Hauptstraßen, das zur Gemeinde Kunreuth gehört. Um in seinen Obstgarten zu gelangen, braucht Herbert Erlwein nur vor die Tür zu treten. 

Auch Pfirsiche und Trauben gedeihen in den Ermreuser Obstgärten

Rund um seinen Hof wachsen in sanft geschwungenen Reihen würzige Santana-Äpfel, aromatische Pfirsiche, Kirschen, Trauben und Aprikosen. Viele alte Sorten sind darunter wie die „Butterbirne“ oder die „Köstliche von Charneux“, denn sie sind aromatischer und weniger anfällig für Schädlinge. Zwischen seinen Bäumen hat Herbert Erlwein zahlreiche Nistplätze geschaffen für Meisen, Bienen und Hummeln. An den Rändern stehen Hecken von Schlehen, Hagebutten und Weißdorn. An den Anfang jeder Baumreihe hat Herbert Erlwein einen Rosenbusch gepflanzt. „Ich mag Rosen einfach“, lacht er. Immer im Blick: der Hetzleser Berg.

Herbert Erlwein pflanzte tausende Obstbäume

„Mich haben Obstbäume schon als Kind fasziniert“, erzählt Herbert Erlwein. Die Landwirtschaft spielte in seiner Familie immer eine wichtige Rolle. Bis ins 17. Jahrhundert lässt sich die Geschichte der alten Hofstelle zurückverfolgen. Herbert Erlwein wurde Gärtnermeister und spezialisierte sich auf den Obstanbau. Als er den Hof von seinem Vater übernahm, strukturierte er erst einmal gründlich um: Er verkaufte die alte Hofstelle, schaffte Schweine, Rinder und Hühner ab und baute am Ortsrand einen neuen Hof mit viel Platz für Obstbäume. Er pflanzte Tausende von Bäumen, nach vier Jahren gab es den ersten Ertrag, nach zehn Jahren konnte er davon leben. 11 Hektar bewirtschaftet er heute im Vollerwerb.

13 verschiedene Kulturen wachsen in den Obstgärten

Auch Streuobstwiesen gehören dazu. „So ein lockerer Baumbestand ist einfach schön anzuschauen“, schwärmt der sympathische Gärtnermeister. Zweimal im Jahr mäht er die Wiesen unter den Bäumen, ansonsten lässt er sie in Ruhe. Sein Haupterwerb ist das Obst von seinen Obstplantagen. Die Bäume dort sind durchschnittlich 25 Jahre alt. Rund ums Jahr gibt es hier viel zu tun. Im Februar und März beginnt der Obstbaumschnitt. Hier ist Fachwissen gefragt, damit die 13 verschiedenen Kulturen ihren individuellen Baumschnitt bekommen. Im April und Mai, wenn die Bäume in voller Blüte stehen, ist Herbert Erlwein täglich in seinen Obstgärten unterwegs. Dann sind Intuition und Erfahrung wichtig: Er muss sondieren, beobachten und Entscheidungen treffen. Beispielsweise über den Einsatz von Fungiziden. Gibt es über einen längeren Zeitraum feucht-warme Witterung, droht die Gefahr einer Schürfinfektion. Dann muss Herbert Erlwein eingreifen, auch wenn er lieber auf das Spritzen verzichten würde. „Sonst kann ich meine Ernte wegschmeißen. Auch ein Bioanbau geht nicht ohne Pflanzenschutz.“ 

Was für eine Obstvielfalt!

Im Juni, wenn die ersten Äpfel reifen, ist für Herbert Erlwein die Zeit des Ausdünnens. Damit möglichst große Äpfel wachsen, werden kleine und schorfige Äpfel aussortiert. Anfang Juni beginnt mit den ersten Kirschen die Erntesaison. Es folgen im Juli die ersten Pfirsiche und Aprikosen, im August die Äpfel und Zwetschgen. Vorsichtig werden die Früchte vom Baum „gerissen“, damit das Obst keine Druckstellen bekommt. Unterstützt wird Herbert Erlwein dabei von einem kleinen Team an Erntehelfern. Bis zu drei Mal pflückt Herbert Erlwein einen Baum, denn das Obst reift unterschiedlich. Herbert Erlwein will seinen Kunden ausgereifte Früchte anbieten, damit man die feinen Unterschiede zwischen den Sorten schmecken kann.

Der Hofladen ist freitags und samstags geöffnet

Von Anfang an setzte Herbert Erlwein auf Direktvermarktung. Im Lauf der Jahre baute er sich so einen beachtlichen Kundenstamm auf. Die abgeschiedene Lage von Ermreus täuscht: Freitags und samstags herrscht hier auf dem Hof ein Kommen und Gehen. Längst hat es sich herumgesprochen, dass man hier eine beachtliche Vielfalt an frischem Obst kaufen kann. Je nach Saison gibt es Erdbeeren, Pfirsiche, Zwetschgen, Aprikosen, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Äpfel, Birnen, Trauben, Quitten und Walnüsse. 

Mit Leib und Seele Obstbauern

Die Erlweins sind mit Leib und Seele Obstbauern. Den direkten Draht zu seinen Kunden nutzt Herbert Erlwein auch, um sie über den Obstanbau zu informieren. Er betont: „Unsere Natur und die Landschaft ist für uns alle liebens-, lebens- und damit auch erhaltenswert. Sie ist von Menschenhand geprägt. Jedoch ist die Natur nicht statisch, lässt sich nicht in ein Korsett von Gesetzen und Richtlinien zwängen. Wir leben und arbeiten mit der Natur, die Früchte unserer Bäume sind unser tägliches Brot.“ 

Ehefrau Hilde Wöhrmann ist für Produktvielfalt im Hofladen verantwortlich

Die gute Seele des Hofladens ist seine Ehefrau Hilde Wöhrmann. Das Obst, das Herbert Erlwein erntet, verarbeitet Hilde mit viel Fantasie zu Essigen, Sirupen und Fruchtaufstrichen. So entsteht zum Beispiel ein rotes Apfelgelee. „Da ist kein Gramm Farbstoff drin“, lacht Hilde Wöhrmann. Allein das rote Fruchtfleisch der Baya-Marisa-Sorte gibt dem Apfelgelee seine rote Farbe. Ganz besonders beliebt sind Hildes Quitten- und Apfelessige. „Unser Apfelessig ist mittlerweile 12 Jahre alt, da ist nichts beigemischt“, erzählt die herzliche Gastgeberin. Selbst Mispeln, Hagebutten und Quitten verarbeitet sie zu Fruchtaufstrichen, auch wenn diese Früchte von der Zubereitung her schon „extrem“ sind, wie sie sagt. 

Fruchtaufstriche entstehen in Handarbeit

Das Kochen ist bei Hilde Wöhrmann noch echte Handarbeit. „Ich rühre selbst, denn ich brauche das Gefühl für das Obst. Manchmal ist eine Frucht etwas süßer, dann brauch ich nicht so viel Zucker zugeben. Aber das merkt man nur beim Handrühren“, erklärt sie. Auch der eingelegte Käse entsteht so: „Dafür bin ich mindestens drei Stunden beschäftigt“, lacht sie. „Wenn dann meine Kunden sagen: ‚Das hat wieder toll geschmeckt, hast du noch was davon?´, freut mich das.“

Auch Insektentränken, Stoffbeutel und geflochtene Einkaufskörbe gibt es im Hofladen

Um ihre Kunden zu überraschen, ist Hilde Wöhrmann ständig auf der Suche nach neuen Ideen. Das Angebot in ihrem Laden hat sie nicht nur um eingelegten Käse erweitert. Seit August gibt es auch Produkte vom fränkischen Karpfen aus einer nahe gelegenen Familienräucherei. Und wer noch auf der Suche nach einem passenden Geschenk ist, auf den warten stilvolle Insektentränken, farbenfrohe Stoffbeutel und geflochtene Einkaufskörbe.

Besonderheiten:

  • Zum Hof der Erlweins gehört auch ein Apfelfest, das einmal im Jahr auf dem Hof stattfindet.
  • Hilde Wöhrmann ist auch federführend im Verein der Ermaser Madla, die das Kulturleben der kleinen Gemeinde gestalten. Hier geht’s zum Artikel!

Produkte:

  • Frisches Obst je nach Saison: Erdbeeren, Pfirsiche, Zwetschgen, Aprikosen, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Äpfel, Birnen, Trauben, Quitten und Walnüsse
  • Fruchtessige, Fruchtaufstriche, Sirupe auch aus Hagebutten, Mispeln und Quitten
  • geräuchertes Karpfenmousse und Karpfen geräuchert von einem befreundeten Karpfenzüchter
  • eingelegter Käse
  • Kunsthandwerk von kleinen Betrieben aus der Umgebung

Autorin: Corinna Brauer

geschlossen


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Sowie nach Vereinbarung.

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Hilde Wöhrmann und Herbert Erlwein

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Ermreus 37, 91358 Kunreuth, Deutschland

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