Durchs Muggendorfer Gebürg (Wandertipp Nr. 26-04)

3:30 h 515 hm 512 hm 11,1 km moderate

Wiesenttal

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Bevor die Region zum Namen „Fränkische Schweiz“ kam, sprachen die ersten Höhlenforscher und Romantiker Ende des 18. Jahrhunderts vom „Muggendorfer Gebürg“.

Mit dem „Wandern“ als ganz neues Konzept der Aufklärung entstanden die ersten Wanderführer – alle mit Ausgangspunkt Muggendorf. Der Ort zählt deshalb als „Wiege der Fränkischen Schweiz“.

Nachdem wir uns im Naturpark-Infozentrum versorgt haben, erklimmen wir auf den Spuren der ersten Wanderer den „Hohlen Berg“ über den „Mehlbeerensteig“. Hier kann man eine Vielzahl der „Fränkischen Mehlbeere“ (Sorbus franconica) bewundern. Diese endemische Baumart kann nahezu waagerecht dem Licht folgen und kommt weltweit nur im Zentrum unseres Naturparks vor. Von den Felswänden leuchten die gelben Blüten des sehr seltenen und besonders geschützten „Felsensteinkrauts“ (Aurinia saxatilis) hervor.

Hat man die Hochfläche überquert – man lässt Engelhardsberg vorerst rechts liegen - kommt man zur imposanten Riesenburg. Diese mächtige Versturzhöhle ist Teil eines einstigen größeren Höhlensystems, von dem man auch auf der anderen Talseite noch Reste findet. Das Höhlendach ist eingebrochen und in den Eiszeiten haben Vorläufer der Wiesent ein Tal durch das Höhlensystem geschnitten.

Auf dem Weg nach Engelhardsberg kündigen idyllische Rinderweiden des Biohof Beyer bereits die Einkehr an. Unter Obstbäumen lassen sich in diesem Naturparkhof Burger und Co. Vom Bio-Rind sowie vegetarische Alternativen genießen.

Auf dem Rückweg nach Muggendorf warten noch einige Highlights wie die beiden Durchgangshöhlen Quackenschloss und Oswaldhöhle auf uns. Durch letztere verläuft unser Wanderweg hindurch. Mauerreste am Ausgang zeugen davon, dass hier im 30-jährigen Krieg Zuflucht gesucht wurde. Der Höhlenname geht übrigens auf einen Roman von 1791 zurück, laut dem der Aussiedler Oswald in der Höhle lebte. In Muggendorf gibt es weitere Einkehrmöglichkeiten.

  • Verhalten: Höhlen dürfen im Zeitraum von 1. Oktober bis 31. März wegen Fledermausschutz nicht betreten werden. Die Oswaldhöhle ist hier eine Ausnahme. Vor allem im Winter die Höhle bitte leise und mit wenig Licht durchqueren! Feuer machen ist in Höhlen grundsätzlich verboten!
  • Start: Muggendorf, Naturpark-Infozentrum
  • Länge: 11 km (ca. 3,5 h)
  • Anspruch: teils schwieriges Gelände mit Felsen, Wurzeln, Stufen und steilen Anstiegen.
  • Aufstieg: 515 hm

  • Abstieg: 512 hm

  • Länge der Tour: 11,1 km

  • Höchster Punkt: 509 m

  • Differenz: 203 hm

  • Niedrigster Punkt: 306 m

Difficulty

moderate

Panoramic view

very high

Saisonale Eignung

geeignet witterungsbedingt nicht geeignet unbekannt
  • JAN

  • FEB

  • MRZ

  • APR

  • MAI

  • JUN

  • JUL

  • AUG

  • SEP

  • OKT

  • NOV

  • DEZ

Features trail

Shady trail

Day tour (hiking)

Circular route

Rest point

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