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Töpfermuseum Thurnau

Museen und Sammlungen
Florian Trykowski - TZ Fränkische Schweiz/Trykowski

01/09 Töpfermuseum Thurnau von Florian Trykowski © TZ Fränkische Schweiz/Trykowski

Martin Koslowsky - Martin Koslowsky 2014

02/09 Töpfereimuseum Thurnau von Martin Koslowsky © Martin Koslowsky 2014

Martin Koslowsky - Martin Koslowsky 2014

03/09 Töpfermuseum Thurnau von Martin Koslowsky © Martin Koslowsky 2014

Florian Trykowski - TZ Fränkische Schweiz/Trykowski

04/09 Töpfermuseum Thurnau von Florian Trykowski © TZ Fränkische Schweiz/Trykowski

Florian Trykowski - TZ Fränkische Schweiz/Trykowski

05/09 Töpfermuseum Thurnau von Florian Trykowski © TZ Fränkische Schweiz/Trykowski

 - TI Thurnau

06/09 Führung durch die Ausstellung © TI Thurnau

 - TI Thurnau

07/09 Exponat Töpfermuseum Thurnau © TI Thurnau

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08/09 Töpferwerkstatt im Töpfermuseum Thurnau © TI Thurnau

 - TI Thurnau

09/09 Töpfermuseum Thurnau © TI Thurnau

Das Töpfermuseum ist in einem der ältesten Renaissancehäuser des Ortes, der ehemaligen Lateinschule aus dem 16. Jahrhundert, untergebracht. Es zeigt das Ergebnis jahrhundertelanger Töpferarbeit. Bis heute arbeiten sechs Töpfer am Ort. Damit ist Thurnau einer der wenigen Orte, an denen sich dieses Handwerk bis in die Gegenwart gehalten hat.

Allgemeine Information

Thurnau hat eine jahrhundertealte Töpfertradition. Bis heute spielt die Töpferei eine große Rolle für das wirtschaftliche und kulturelle Leben des Ortes. In einem der ältesten Häuser Thurnaus, der ehemaligen Lateinschule, ist das Töpfermuseum beheimatet. Vorgestellt wird die Arbeitsweise der ortsansässigen Töpfer von der Tongewinnung über das Drehen und Dekorieren bis hin zum Brennen. Die Sammlung umfasst neben dem typischen Thurnauer Gebrauchsgeschirr auch kunsthandwerkliche Arbeiten.

Sammlung

Die etwa 5.000 Objekte umfassende Sammlung des Töpfermuseums beinhaltet Keramiken von 19 Werkstätten, von denen sechs Werkstätten bis heute aktiv sind. Sie geben einen Überblick über die Entwicklung der lokalen keramischen Produktion, deren Schwerpunkt lange Zeit auf der Herstellung einfarbig glasierter Irdenware für den täglichen Gebrauch lag. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Töpfer ihr Geschirr auch floral und ornamental mit dem Malhorn zu verzieren. Verkauft wurde es bis nach Nürnberg, Erlangen, Bamberg und Bayreuth, mit Anschluss Thurnaus an die Eisenbahn auch nach Würzburg, Augsburg, München und Leipzig. 

Den Schwerpunkt der Sammlung bildet die Keramik Günther Stüdemanns. Der Kunstmaler und Keramiker brachte dem Thurnauer Töpferhandwerk neue und entscheidende Impulse. Als Maler an der Kunstgewerbeschule in Hamburg ausgebildet geht Stüdemann 1923 nach Italien, wo er in der Töpferstadt Vietri sul Mare bei Salerno mit der italienischen Keramik und der Technik der Fayencemalerei in Berührung kommt und eine eigene Werkstatt gründet. Nach weiteren Stationen in Berlin und Espulgas/Spanien kommt Stüdemann 1939 im Auftrag des deutschen Heimatwerks Berlin nach Thurnau, wo er zu bleiben beschließt. In den Räumen der ehemaligen Töpferei Pittrof gelingt es ihm durch die Einführung des elektrischen Brennofens und die Anwendung neuer Techniken wie Fayencemalerei, Mosaik- und Glasschmelzkeramik, Sgraffitotechnik und Reduktionsbrand, dem Thurnauer Töpferhandwerk neue Wege aufzuzeigen. Fast 30 Lehrlinge werden in seiner Werkstatt ausgebildet, darunter die erste oberfränkische Töpfermeisterin, Eva-Maria Schnauder. Stüdemann ist es zu verdanken, dass sich das Töpferhandwerk in Thurnau durch die Erschließung neuer Käuferschichten bis in die Gegenwart halten konnte. Seine Werke befinden sich heute in allen wichtigen europäischen Keramiksammlungen.

Über die keramischen Erzeugnisse hinaus dokumentiert das Museum Arbeitstechniken von der Tongewinnung über die Tonaufbereitung, Verarbeitung und Dekoration bis hin zum Brand. Eine Besonderheit des Museums bildet die bei Umbauarbeiten entdeckte Rauchküche aus dem 16. Jahrhundert, die nach historischem Vorbild mit alten Backformen und Kochgeschirr aus Thurnauer Irdenware ausgestattet wurde. Die unterschiedlichen Gefäßformen und ihre Verwendung werden anschaulich erklärt.

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Kontakt

Adresse

Töpfermuseum Thurnau Sandra Peters Kirchplatz 12 95349 Thurnau Tel. +49 9228 95136 toepfermuseum@thurnau.de http://www.toepfermuseum-thurnau.de
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Öffnungszeiten

1. April - 30. September: Dienstag bis Freitag von 14:00 bis 17:00 UhrSamstag, Sonntag & Feiertage von 11:00 bis 16:00 Uhr1. Oktober - 6. Januar & 1. - 31. März: Samstag von 13:00 bis 16:00 UhrSonntag von 11:00 bis 16:00 UhrAb 7. Januar bis Ende Februar geschlossen.

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Erwachsene: 3,00 €, Schüler/Studenten/Gruppen ab 10 Personen: 1,50 €

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