Im Vordergrund fahren vier Radfahrer auf einem Feldweg. Im Hintergrund ist ein Ort in Tallage vor bewaldeten Hügeln zu sehen.

Barrierefreie Touren

Naturgenuss mit Handicap

Der Naturpark Fränkische Schweiz - Frankenjura hat im Rahmen des Projekts ,Naturgenuss mit Handicap' ein Wegenetz erarbeitet, das für das Befahren mit dem Rollstuhl geeignet ist. Das Projekt kommt übrigens nicht nur Rollstuhlfahrern zugute, sondern auch weniger mobilitätseingeschränkten Menschen, der Familie mit Kinderwagen, oder Senioren mit Rollator.

Falls Sie Vorschläge für potentiell geeignete Wege bzw. barrierefreie Outdoor-Angebote haben, freuen wir uns über Ihren Hinweis per Email an barrierefrei@naturparkinfo.de.

 

Infos zur Wegbeschreibung

Für eine schnelle Orientierung teilen wir die Touren in drei Schwierigkeitsgrade ein: leicht, mittel und schwer. Diese Schwierigkeitsgrade beziehen sich auf das Befahren mit einem manuellen Rollstuhl. Sowohl der Schwierigkeitsgrad als auch wichtige Wegpunkte sind auf der jeweiligen Karte farblich gekennzeichnet. Die Wegbeschreibung enthält alle relevanten Informationen für Nutzer mit Mobilitätseinschränkung (z.B. Art des Untergrunds, Steigungen, schwierigere Einzelstellen, etc.). Wird der Begriff "barrierefrei" oder das Rollstuhlsymbol ? verwendet, ist damit ein behindertengerechter Ausbau gemeint.

Schwierigkeitsgrade

Leicht: Der Untergrund ist einfach zu befahren und weist keine nennenswerten Unebenheiten oder Schwierigkeiten auf (z.B. Asphalt, Pflaster, oder feine und gut verdichtete wassergebundene Wegedecke). Die Wege sind grundsätzlich steigungsarm (max. 6 - 8%) und nahezu ohne Seitenneigung. Wenn kurze steilere Einzelstellen enthalten sind wird ausdrücklich darauf hingewiesen! Somit sind die Bedingungen nahezu barrierefrei (nicht jedoch nach DIN 18040). Routinierte aktive Rollstuhlfahrer können diese Touren ohne größere Anstrengungen befahren, während passive Rollstuhlfahrer relativ leicht geschoben werden können.

Mittel: Der Untergrund ist zum Teil etwas anspruchsvoller. Es können einzelne unebene Passagen (z.B. gröberes Pflaster mit Fugen, unebener Schotter, feste ebene Waldwege) vorkommen. Bei schwierigeren Einzelstellen kann mit dem Rollstuhl daher ein kurzes Ankippen notwendig sein. Die Wege können mehr Steigungen enthalten und etwas Kondition erfordern.

Schwer: Der Untergrund kann teilweise uneben sein und Seitenneigung aufweisen. Damit ist das Befahren auf Teilstrecken anspruchsvoll. Einzelne Streckenabschnitte müssen unter Umständen angekippt überwunden werden, oder es wird die Verwendung eines zusätzlichen Hilfsmittels (z.B. Vorsatz-/Vorspannrad) empfohlen. Die Tour kann bergig sein und Ausdauer erfordern, bietet aber unter Umständen einmaligen Naturgenuss. Diese Touren sind an geübte Rollstuhlfahrer gerichtet. Eine Hilfsperson ist grundsätzlich erforderlich.

Ein Mann im Rollstuhl fährt auf einem Schotterweg.
Idyllische Tour mit Wassererlebnis.